Sonntag, 11. Oktober 2026

Finger weg vom Channelings durch ein Medium

 

 

Finger weg vom Channelings durch ein Medium 

Ich betrachte das Phänomen des Channelings durch ein Medium sowie mediale oder okkulte Praktiken aus der Perspektive der klassischen Yogischen Wissenschaften mit großer Skepsis und deutlichen Warnungen.

Ich äußere mich selten explizit zu westlich geprägten "New-Age-Channelings".

Aus yogischer Sicht ist das menschliche System von Natur aus porös. Menschen, die ihre mentalen und energetischen Grenzen unkontrolliert öffnen, sei es durch Traumata, extreme Emotionen wie Trauer oder absichtliche Trance-Rituale, machen sich verwundbar.

Wer sich als "Kanal" (Medium) für unverkörperte Intelligenzen oder Energien zur Verfügung stellt, verliert die eigene energetische Integrität.

Ich warne davor, dass solche Praktiken den psychischen Apparat destabilisieren und zu Halluzinationen oder echten psychischen Störungen führen können.

Wenn Medien behaupten, Botschaften von Verstorbenen oder Geistwesen zu empfangen, erklärt sich dies meist über energetische Rückstände.

Wenn ein Mensch stirbt, löst sich die Lebensenergie nicht sofort vollständig auf. Es verbleiben karmische und pranische Rückstände ("Reverberations").

Menschen mit einer bestimmten psychischen Sensibilität können diese Schwingungen auffangen. Ich rate jedoch dringend davon ab, mit den Toten oder diesen Restenergien zu interagieren. Es zehrt an der eigenen Lebensenergie und hält die lebende Person in ungesunden Verstrickungen fest.

Ich ziehe eine scharfe Trennlinie zwischen Okkultismus (wozu ich auch das bewusste Manipulieren und Herbeirufen von Energien zähle) und Spiritualität.

Okkultismus bezeichne ich metaphorisch als den „wild gewordenen jüngeren Bruder der Mystik“. Er nutzt bestehende Kräfte der Existenz, um bestimmte Phänomene oder Effekte zu erzeugen, führt aber oft in Sackgassen oder bringt Gefahren mit sich.

Spiritualität hingegen zielt ausschließlich auf die eigene Befreiung (Mukti) und das Auflösen des Egos ab. Das Erlangen von medialen oder psychischen Fähigkeiten (wie Telepathie oder Channeling) lenkt laut ihm nur vom eigentlichen spirituellen Wachstum ab und bläht das Ego auf.

Die wahre Meisterschaft liegt nicht darin, was man an äußeren Kräften oder Wesenheiten in sich „einladen“ kann, sondern in einer absoluten inneren Stabilität.


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