Was genau ist der Tod? Bist du schon mal gestorben? In deinen Gedichten ist das okay. Aber bist du wirklich schon mal gestorben? Bist du gestorben und wieder zurückgekommen?
Nein. In deiner Erfahrung? Nein. Oder? Hast du jemals jemanden gesehen, der gestorben und wieder zurückgekommen ist? Ich habe darüber gelesen. Nein, nein. Hast du es gesehen? Ich habe niemanden gesehen.
Nein. Hast du jemals einen Toten gesehen? Ja. Du hast einen Toten gesehen? Ich habe eine Leiche gesehen. Eine Leiche, die hast du gesehen. Hast du einen toten Mann gesehen?
Nein. Ich weiß nicht, wie man das unterscheiden soll. Eine Leiche ist eine Leiche. Hast du einen toten Mann oder eine tote Frau gesehen? Im übertragenen Sinne, ja. Schweif nicht ab.
Ich frage nach der Realität. Ich frage nicht nach Poesie. In der Realität denke ich nicht. Du hast es nicht gesehen. Du hast also keinen gesehen, bist keinem begegnet und hast es auch nicht erlebt.
Woher hast du dann die Idee, dass du sterben wirst? Das ist ein erlernte Gedanke. Genau, das ist es. Es ist eine Fiktion der Unwissenden, geschaffen von den Unwissenden.
Es gibt so etwas wie den Tod nicht. Es gibt nur Leben, Leben und Leben, das sich von einer Dimension zu einer anderen bewegt.
Nur wenn Menschen also Unwissen sind und ihre Sicht auf das Leben und ihre Wahrnehmung des Lebens sehr begrenzt auf die physische Natur der Existenz beschränkt ist, dann denken sie über Leben und Tod nach.
Sonst gibt es nur Leben und Leben. Wunderbar, wunderbar.

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